FREIES MUSEUM BERLIN

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1. Co Lab Edition 8 - Made in Finland
Freitag 18. Mai 2012 second Floor / open doors 19 h
Performance Event 

2. ACE - Artist/Collector Exchange
Freitag 1. Juni 19 - 24 h 
Gold ! The ACE Fundraising Night

3. Das Gesetz des Marktes. Berlin - Bangalore
Vernissage: Samstag 2. Juni 2012 ab 18 h
Dauer: 3.  bis 17. Juni 2012
Ergebnisse eines gemeinsamen Projekts der Kunsthochschule Berlin Weißensee und der Srishti School of Art

4. Fassbinder Nacht
Anlässlich des 30.sten Todestages von Rainer Werner Fassbinder.
Die Nacht vom 9. zum 10. Juni
Neuauflage: "Anarchie in Bayern"
 
5. "When Violence becomes decadent" - Contemporary Art from India
Vernissage:  Freitag 22. Juni 2012 ab 19 h
Dauer: 23. Juni bis 29. Juli 2012

Kurator: Shaheen Merali

Current Exhibition: 

Sleepwalking Berlin 2012

Ausstellung: 29. April – 30. Mai 2012

Eröffnung: 28. April 2012 ab 12 Uhr

Kurator: Amer Abbas

Künstler: Heimo Zobernig, Hannes Zebedin, Franz West, Christoph Weber, Alexander Wolff, Herwig Weiser, Adrien Tirtiaux, Nadim Vardag, Jannis Varelas, Johannes Vogl, Peter Sandbichler, Fabian Seiz, Malin Schoenberg, Christian Mayer, Christoph Meier, Ute Müller, Angelika Loderer, Sonia Leimer, Barbara Kapusta, Stephan Lugbauer, Anna Jermolaewa, Marlene Haring, Yuki Higashino, Julia Haller, Benjamin Hirte, Julia Hohenwarter, Philip Hohenwarter, Axel Huber, Manuel Gorkiewicz, Aldo Giannotti, Alessa Esteban, Ricarda Denzer, Patrick Baumüller, Catrin Bolt, Nicola Brunnhuber, Michael Aschauer

Eine der häufigsten Fragen unserer Zeit bezogen auf die Kunst bleibt, ob sich die Kunst als individuelles Ereignis inmitten intendierter Referenzen behauptet. Das Werkdenken oder das Ästhetische der Kunst kennt zwar eine Linie bzw. hat immer eine Vorahnung und knüpft an objektiven Zusammenhängen oder bekannten Assoziationen an, durchlebt aber keine lineare Existenz und zieht wiederum andere nichtlineare Existenzen nach sich. Die Kunst handelt selektiv nach eigenen Ereignissen und ist keinem Diktat einer geordneten Evolution unterworfen.

Sie begibt sich in die Konsequenz und Inkonsequenz des Gedachten und des Ungedachten. Das Ästhetische im Kunstwerk ist nicht nur durch eine Methode, Technik oder einen Diskurs, welcher die Dinge identifiziert, die der Kunst als zugehörig verstanden werden, begründet. Sie vergegenwärtigt darüber hinaus das andere Bild, die andere Vorstellung und strapaziert das Gewöhnliche bis auf das Äußerste.

Ausstellungen, insbesondere kuratierte Gruppenshows sind Schauplätze für Spannungen und Landschaften für den dekonstruierenden Blick sowie für die Intensivierung der Zeitkontingente (Erscheinung und Innerbilderwelten der Kunstwerk). »eines Augenblickes Zeichnung« Rilke

Ausstellungen sind räumliche Non Sites, abgeschieden von jeglicher Interaktion der täglichen Arbeit. Sie sind Abrupte Intervalle einer Art Prüfung für das Kunstwerk sowie für die „Ideen dahinter“. Es geht nicht nur darum zu überzeugen. Die Irritation hilft, wenn der Blick von einem Schauplatz (Kunstwerk) zum anderen Ereignis (Kunstwerk) schweift.

Sleepwalking Berlin 2012 reiht sich in der zweiten Auflage nach Köln (2009) in die Ausstellungspraxis der Begrifflichkeiten des Intervalls, des Einblickens und des Ausblickens sowie des Gleitens in Unruhe und Ruhe. Sleepwalking versammelt Beiträge von mehreren Künstlern und Künstlerinnen, die der Wiener Kunstszene verbunden sind.

Schlafwandeln ist das Zauberwort angesichts einer fortschreitenden Research Doktrin und ihrer Konstrukte. Sleepwalking Korreliert mit dem Interventionismus des Herausschneidens der Ereignisse aus deren Gewöhnlichkeit.

Das kuratorische Konzept ist darauf ausgerichtet, außer Acht zu lassen wie die Kunstwerke uns erscheinen oder wie sie entstanden sind...einzig und allein zu beschreiben, wie sie in der Ausstellung mit Stationen, die vielleicht mit einander wie auf einer Wanderungskarte fiktiv oder tatsächlich verbunden sein könnten, in Bezug zu bringen sind. Dieses mögliche Entweichen oder Entrücken materieller Präsenz, findet auf der Flucht vor dem im Kontext der Ausstellung angesprochen Zustand statt und ähnelt dem Schlafwandeln, dessen Startpunkte naturgemäß nicht bekannt sind. Schlafwandlerisch entflieht die Kunst jener Gewöhnlichkeit des Diskurses, der sie ständig aufsaugt. Schlafwandeln im Sinne der >>Intention des Nichtintendierten<<.

Diese Metapher suggeriert einen der möglichen Ursprünge des ästhetischen Denkens. Angelehnt an den Text des französischen Philosophen Jacques Ranciere “Die Aufteilung des Sinnlichen” findet sich folgende Stelle seiner Kritik am Kunstdiskurs, die eine mögliche Interpretation des Wesens dieses Schlafwandelns andeutet:

 

Das Wort Ästhetisch verweist nicht auf eine Theorie der sinnlichen Erfahrung, des Geschmacks oder der Freuden der Kunstliebhaber. Es verweist im eigentlichen Sinne auf die spezifische Seinsweise dessen, was der Kunst zugehörig ist, also auf die Seinsweise ihrer Objekte. Im ästhetischen Regime der Künste werden die Dinge, die der Kunst zugerechnet sind, durch Zugehörigkeit zu einem spezifischen Regime des Sinnlichen identifiziert. Dieses Sinnliche, aus seinen üblichen Verbindungen gelöst, wird von einer heterogenen Macht bewohnt, von der Macht eines Denkens, das sich selbst fremd geworden ist: ein Produkt, das kein Produkt ist, ein Wissen, das in Nichtwissen verwandelt wurde, ein Logos, der zugleich Pathos ist, die Intention des Nichtintendierten etc. Die Idee eines sich selbst fremd gewordenen Sinnlichen als Sitz eines sich ebenso fremd gewordenen Denkens bildet den unveränderlichen Kern all jener Identifizierungen von Kunst, die das ästhetische Denken ursprünglich ausmachten (...).“

 

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1. Co Lab Edition 8 - Made in Finland

Co-Lab Editions is dedicated to an exchange between artists that use performance arts as one of their primary working media. The starting point of this collaboration process is this blog (http://co-labeditions.blogspot.com/). Artist can start working together from their home countries by posting visual material that can be important for the development of the work. A virtual condition that will introduce both artists, their practices and working methods for a further, being available in the Online Collaboration link, inside the blog structure. Co-Lab Editions is interested in the process of cooperation between artists from different cultural backgrounds in a mutual thinking about performance art practice.
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2. ACE - Gold! The ACE Funding Night
 
 
Das Motto unseres festlichen Abends ist Gold! und ist der erste Schritt unseres jungen Projektes an die Öffentlichkeit. ACE steht für für Artist Collector Exchange und versteht sich als eine Plattform des Austausches zwischen Künstlern hier in Berlin.
In de monatlich stattfindenden Salons werden Arbeiten vorgestellt, Kritik angeregt und Kunstwerke getauscht. Die teilnehmenden Künstler werden Teil der permanenten Kollektion des Freien Museums und zugleich aktive Sammler der Werke der anderen Künstler. Die Ergebnisse dieser ACE Salons werden im September diesen Jahres in einer großen Gruppenausstellung im Freien Museum Berlin präsentiert. die Einnahmen der ACE Fundraising Night helfen die Kosten der Ausstellung und des begleitend dazu erscheinenden Katalogs zu tragen.
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3. Das Gesetz des Marktes. Berlin - Bangalore

In unserer Gesellschaft ist der Verweis auf die "Gesetze des Marktes" immer gleichbedeutend mit dem Verweis auf die vorgebliche Unabänderlichkeit der ökonomischen Realität. Für uns als Steuerzahler, Studierende, Mieter oder Benutzer des öffentlichen Raums stellt sich fast täglich die Frage, wie unabänderlich diese Gesetze sind - ob es um Studiengebühren, Mieterhöhungen oder Bauprojekte geht, die in unsre Leben eingreifen. Seit der Finanzkrise sind die Konflikte zwischen Markt und Politik in besonderem Maße erfahrbar geworden. Gleichzeitig ist die Dynamik aus globalen Finanzstrategien und den Versuchen politischer Einflussnahme immer schwerer nachvollziehbar. So undurchschaubar die Abläufe hinter den Kulissen, desto spürbarer sind die Folgen dieser Dynamik für unsere Lebensverhältnisse.  
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4. Fassbinder Nacht:

Vom 9. zum 10. Juni jährt ich zum 30. mal die Todesnacht des überragenden deutschen Autors, Theaterregisseurs und Filmemachers Rainer Werner Fassbinder´s dessen immenses Wirken bedeutend für West wie Ost war und Weltgeltung errang. Fans, ehemalige Mitarbeiter und Freunde von Fassbinder wollen mit einem gemeinsamen Kulturfest im Freien Museum Berlin an den ebenso provozierenden, wie klaren, ästhetisch entschiedenen wie politisch radikal denkenden Künstler erinnern. Fassbinders Darsteller Hans Hirschmüller präsentiert seine Neuinszenierung von Fassbinders Stück "Anarchie in Bayern".
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5. "When Violence becomes decadent" Contemporary Art from India

"When Violence becomes decadent", stellt zehn Werke von Künstlern vor, die gegenwärtig in Indien leben oder arbeiten. Der künstlerische Diskurs und die Darstellungsformen wurden innerhalb einer turbulenten Geschichte geschaffen, die fest verwurzelt bleibt in einer Nation, die gekennzeichnet ist von großem Ehrgeiz und vielen Verlusten.   

Die Installationen, Fotografien, Zeichnungen und Drucke sind zum Großteil unter Verwendung von Lens-Based-Technologies entstanden, einer Methode, die besonders bei Betrachtungen von weitläufigen Problemen sowie der Darstellung von Minderheiten eingesetzt wird. Die Ausstellung regt an, dass das Kuratieren zu einer geschlossene und transparente Art der Untersuchung wird, welche einen Einblick in und eine Analyse von der „weltgrößten Demokratie“ ermöglicht.   
Die Ausstellung im Freien Museum basiert zum Teil auf einer Studie des großartigen Poeten Rabindranath Tagore, der maßgeblich beteiligt war an der Geburt dieser Nation und ihrer Trennung von ihrem früheren Kolonialherrscher. Einige seiner Werke und Ideen bilden eine wichtige Historie humanistischer Handlungen, universalen und internationalen Grundsätzen, welche sowohl imperialistische Kritik als auch starre klassische Ausdrucksformen verurteilen und ablehnen, indem man den importierten sprachlichen Konstruktionen widerstand. 
Versucht man dieses Vermächtnis, welches begründet wurde lange bevor Indien auf der Überholspur in den Super-Kapitalismus eilte, als historisches Überbleibsel oder Archiv zu betrachten, wird es möglich, mehr vermittelnde Fragen zu stellen, statt Ablehnung und Einstellungen darzustellen.
Ein Großteil der ausgestellten Werke beleuchtet das Thema Verknappung/Mangel und kulturelle Identität; von der Abbildung der Erde für billige und globalisierte Arbeit, die einen Großteil der Bevölkerung vom Land in die Elendsviertel in der Stadt treibt, bis hin zu architektonischen Spekulationen/Spielereien im Mittleren Osten, spiegelt sich die ganze Bandbreite der Thematik in den verschiedenen Werken wider .

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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