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Kommende Ausstellung / Coming Exhibition:


TWICE IS TOO MUCH

Vernissage:                  Freitag 10. September 2010 ab 19 Uhr
Ausstellungsdauer:       11. September - 10. Oktober 2010

 

Twice is too much ist der zweite Teil einer von Shaheen Merali kuratierten Ausstellungsreihe im Freien Museum Berlin. Wie schon im ersten Teil dieser Serie Three Voices in my Head widmet Merali jedem einzelnen Künstler und dessen individueller künstlerischen Praxis eine eigene Ausstellungsetage.
Diese Strategie, so erläutert der Kurator, „erlaubt eine umfassende Betrachtung der Interessen des Künstlers als auch seiner Verwendung von Materialien und Medien."

"Once is enough, twice is too much but three times is too much to bear " umfasst zwei Einzelausstellungen von Hassan Hajjaj und Zak Ove im ersten und zweiten Stockwerk des Museums, während man im Hochparterre auf ein Projekt namens Atrocity Anonym trifft. Alle drei Etagen eröffnen einzigartige Welten, erschaffen aus Aufzeichnungen, die dem drängenden Gefühl sozialer und politischer Bedenken, von einzelnen Künstlern oder im Fall von Atrocity Anonyme einer anonymen Gruppe entspringen.

In der ersten Etage trifft man auf die Ausstellung PastFuture, eine neue Serie von Arbeiten des in London lebenden Künstlers Zak Ove aus Trinidad – eine angesehene, junge Berühmtheit in der englischen und karibischen Kunstwelt. Seine skulpturalen Werke stellen häufig eine fantastische Annäherung an afrikanische Bildnisse dar, die in der diasporischen Gedächtniswelt des trinidadischen
Karnevals und des bahamaischen Jankaroo Festivals widerhallen.


Der zweite Stock beherbergt die ausufernden Arbeiten des in Marokko geborenen, derzeit in London lebenden Künstlers Hassan Hajjaj. Ein begabter Mensch und leidenschaftlicher Sammler populärer Dinge. Er ist ein präziser Erforscher der „markenfetischistischen“ Konsumkultur, die sich faszinierender
Weise als Zeichen der Globalisierung entwickelt hat. Seine großformatigen Installationen und Skulpturen integrieren häufig viele Elemente um eine merkwürdige Fusion von Plätzen und Orten in einer von
Logos gezeichneten Welt entstehen zu lassen. Zwischen nordafrikanischen Produkten und einer unglaublich modebewussten Welt pendelnd, nutzt Hajjaj meistens alltägliche Objekte, gefunden in Geschäften seines Heimatlandes Marokko, und positioniert diese in maßgefertigten Rahmen neu. Er
erzeugt so die Neigung zu einem konstanten Starren und unstillbaren Appetit, der den Lebensstil urbaner Konsumenten prägt.

Im Hochpaterre des Freien Museums wird das Projekt Atrocity Anonyme gezeigt:
Fadi Abdelnour, Raha Rastifard und Mehran Tizkar


Atrocity Anonyme ist eine Serie von Arbeiten die eine Gruppe zusammen bringt, die auf die Gräueltaten,die dem jüngsten Umsturz im Iran folgten und den endlosen Gewalttaten der Invasion und Umzingelung des Gaza Streifens, reagiert.
Die Künstler und Mitglieder dieser Gemeinschaft arbeiten zu einem Großteil mit Archivmaterialien, die sie umnutzen, um die für sie relevanten Aspekte der Bedeutung und Funktion von Bildern, Tönen und Ideen dieser Regionen in den Mittelpunkt der Betrachtung zu rücken.


Raha Rastifard untersucht Geschichte durch die Betrachtung ihrer eigenen Wünsche und Nöte. In substantieller Weise analysiert sie ihre eigene Vergangenheit, wie diese sie zu einem Typus für sie und in ihr kreiert hat; Heldinnen, die im Dunkeln bleiben und jene die einen Platz im westlichen System finden. Irgendwo dazwischen, so vermutet Rastifard, kann man das „Ich“ finden.


Tizkar ist mit einer großräumigen Installation vertreten, After the execution. Die Installation behauptet, dass „die Menschheit verloren scheint; aus dem Paradies geworfen und allein auf Erden“. Sie versucht die Welt nach dem „Abbild des Paradies“mit weltlichen Regeln und weltlicher Ordnung zu erbauen.
Diese Regeln und Ordnungssysteme sind jedoch nicht für jeden Menschen geeignet und erzeugen Gewalt, die wiederum Katastrophen entstehen läßt.

 

 

 

 


 


 

 

 

 

Opening hours

Mo-Sa 12 to 7 pm, So 3 to 6 pm, every Thursday extended opening hours to 10 pm