FREIES MUSEUM BERLIN

 

The Diluvial Hood

Ausstellung // 27. Juni - 30. Juli 2010


The Diluvial Hood ist eine abstrakte Erzählung, die in der nachsintflutlichen Landschaft von New Orleans spielt. Vor einer unfruchtbaren, verlassenen Öde stehend, erklären die beiden Künstlerpaare MIJU und Club S&S den leeren Raum zur nahrhaften und existentiellen Quelle. Sie repositionieren standardisierte, alltägliche, subversive Sitten und suchen nach außergewöhnlichen Lösungsansätzen zur visuellen Rekonstruktion einer komplexen sozialen Struktur. Die Künstler erzählen in der Manier wilder, nicht sozialisierter Kinder von einer neuen hybriden, nicht linearen Landschaft, welche aus gefundenen und manipulierten Materialien, Musik, Video und Low-Tech entsteht.

MIJU ist ein Künstlerpaar aus San Francisco, Michele Muennig und Juan Carlos Quintana. Die Zusammenarbeit began 2006 in Bay Area.

 

Club S&S ist ein aus New Orleans stammendes Künstlerpaar, Sibylle Peretti und Stephen Paul Day. Eines ihrer jüngsten Großprojekte realisierten sie während des Prospect1, Biennale New Orleans mit Unterstützung der Joan Mitchell Foundation. Ihre Installationen wurden unter anderem ausgestellt in: DU-AG Munich, The Shaw Center for The Arts, Baton Rouge and the Contemporary Art Center in New Orleans.

Ausgewählte Ausstellungsprojekte: Jack Fischer Gallery, San Francisco und Galeria De La Raza, San Francisco, Mag-net Gallery und Pablo Gallery, Manila.

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GONE ADRIFT - Juan Carlos Quintana

Ausstellung // 27. Juni - 30. Juli 2010


Juan Carlos Quintanas Bilderserie `Gone Adrift´ skizziert eine eigentümliche Welt voll komischer, tragischer Charaktere, gefangen in einem Zustand der Stagnation und Kontemplation. Die Bilder reflektieren die gegenwärtige globale Krise, in der jeder Einzelne in einer Welle ökonomischer, ökologischer und politischer Katastrophen treibt.

 

Kneipenhocker, Hinterwäldler und Möchtegern-Revolutionäre rauchen und saufen ihre Sorgen weg und bemitleiden menschenähnliche Malerpinsel, Schrotflinten, ausgetragene Schuhe, kränkliche Blumen und gestreckte Zigaretten. Die sie umgebende Welt scheint für diese pathetischen und doch poetischen Charaktere nur eine wahnhafte Illusion oder längst vergessen. Sie leben in einer Leere; einer absurden einsamen Landschaft in der sich Realität und Fantasie verflechten zu einer Normalität der Apathie und Dekadenz. Das Erhabene, wenn es existiert, ist eine Fata Morgana.

 

Aus zufällig gewählten Cartoons und Bildern entspinnen sich skurrile, zweideutige, nicht-lineare Erzählungen, die von der Angst vor dem baldigen Untergang erzählen, von Selbstzweifeln und höchster Melancholie. `Gone Adrift´ sinnt über eine Kultur nach, die bereits taumelnd vor dem Abgrund der eigenen falschen Ansprüche steht.

 

Juan Carlos Quintana, geb. 1964 in Louisiana, lebt und arbeitet in Oakland, California. Ausgewählte Einzelausstellungen: Pablo Galleries, Manila (2009), Yerba Buena Center for the Arts, San Francisco (2008), Jack Fischer Gallery, San Francisco (2008), Centro de Desarollo de las Artes Visuales, Havana (2004), John Berggruen Gallery, San Francisco (2004), San Jose Museum of Art, San Jose (2003).

Er ist Teil der Künstlerkollektive MIJU mit Michele Muennig und Artist Formerly Known As Friend (AFKAF) in San Francisco und Manila. Die Ausstellung "Gone Adrift" im Freien Museum Berlin ist seine erste Einzelausstellung in Europa.

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