FREIES MUSEUM BERLIN

 

 

Fallstudien

Ausstellung // 26. April 2011

Die 5 Bauhaus-Alumnis Steffen Cyrus, Yafeng Duan, Enrico Niemann, Franziska Röhlig, Miriam Yammad zeigen am Dienstag, den 26.04.2011 um 17 Uhr, in der 2. Etage im Freien Museum Berlin ihre künstlerischen Ansätze aus den Bereichen der abstrakten Malerei und Installation, Zeichnung, Fotografie und Video. Ihre individuellen Fallstudien und Untersuchungsschwerpunkte umreißen ein weites und heterogenes Feld gegenwärtiger Diskurse. Ku...nst wird in der Bauhaus-Tradition experimentell und interdisziplinär verstanden. Traditionelles wird zwanglos in alle Richtungen hin auf seine aktuellen Möglichkeiten untersucht. Dies spiegelt sich in den Arbeiten der 5 KünstlerInnen wider, von Fall zu Fall jedoch ganz anders.

// Steffen Cyrus
Steffen Cyrus versteht sich als abstrakter Maler, dabei arbeitet er interdisziplinär im performativen Bereich, wie seine Serie „Die hohen Hallen der Kunst und ihre Örtchen“, für welche er im August 2010 zehn Museen für zeitgenössische Kunst in Deutschland bereiste, zeigt. Dort hinterließ er 20 Arbeiten auf den stillen Örtchen der Museen. Fotos dieser Aktion und weitere Arbeiten auf Leinwand zeigt er erstmals in Berlin.

// Yafeng Duan
In der Arbeit von Yafeng Duan geht es weitestgehend um atmosphärische Naturräume. Dafür nutzt sie ungegenständliche Malerei sowie Videomedien. In ihren Bildern erzeugt sie vielfältige Räumlichkeit, die sich aus farbigen Linien, Flächen und weiteren Elementen aufbaut. Ihre lichtdurchlässigen und lebendigen Bilder erinnern an Naturphänomene und laden zu einer kontemplativen Betrachtungsweise dieser dynamischen "Mikrowelten" ein.

// Enrico Niemann
Enrico Niemann bearbeitet Kunststofffolien, auf denen sich verschiedene Malprozesse abbilden. Durch Schichtung und Faltung überlagern sich diese Prozesse, deren Ursprung meist im experimentellen Umgang mit den flexiblen Eigenschaften der Folie liegt. Transparente Farbvermischungen lassen sowohl räumliche als auch malerische Installationen und Objekte entstehen, während gebrochene Oberflächen eine begreifbare Tektonik formen.

// Franziska Röhlig
Die Absicht, eine Allgemeinformel zu finden, wird von Franziska Röhlig auf der Suche nach einem beständig sich veränderndem Idealzustand in Frage gestellt. In ihren Installationen schafft sie erfahrbare Bildeinheiten, die in ihrer scheinbaren Lesbarkeit möglichst direkt neben dem Punkt angesiedelt sein sollen, an dem der Musikantenknochen, der Nerv bestimmter Zusammenhänge sitzt. Der Versuchsaufbau reicht vom Laborexperiment bis zur Komposition als poetischer Konstruktion.

// Miriam Yammad
Miriam Yammad setzt sich in ihren Arbeiten mit der Erkundung von psychischer, sozialer und kultureller Identität auseinander - der eigenen und der als fremd wahrgenommenen und deren Einschreibung in den Körpern und Dingen. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht der Mensch und seine subjektive Antizipierung des Anderen in der Abgrenzung zum Selbst. Ihre Arbeiten wirken dabei wie Forschungsprojekte, deren Ergebnisse jedoch offen bleiben.

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