Meta-White
Ausstellungsprojekt der In Situ Foundation. Warschau

Zbigniew Warpechowski - The Dishing, 1971-1991
Vom 12. November bis 8. Dezember 2011 war die Ausstellung “Meta-White” im Freien Museum zusehen. Die Ausstellung zeigte Fotografie, Malerei und Installationen von insgesamt 17 polnischen Künstlern, die sich mit der Idee von “Weiß” als Synonym für den unmittelbaren Neubeginn, eine Carte Blanche zum Einen, sowie mit dessen existentieller Bedeutung wie dem Vergehen von Zeit, der Endlichkeit und Unendlichkeit auseinandersetzen.
Sie untersucht die Möglichkeiten und Inhalte der Begrifflichkeit und konzentriert sich auf Arbeiten die in den letzten 50 Jahren, dieses Thema betreffend, in der zeitgenössischen polnischen Kunst entstanden sind. Begleitet wird diese thematische Übersichtsschau von dokumentarischen Interviews mit den teilnehmenden Künstlern, in denen sie die Bedeutung von “Weiß” für die eigene Arbeite und den Arbeitsprozess beschreiben. Zu sehen sind unter anderem Werke von Roman Opałka, Zbigniew Warpechowski und Zygmunt Rytka, die seit den 60er Jahren aktiv sind, Bożenna Biskupska und Roland Schefferski die in den 80er Jahren mit ihrer künstlerischen Arbeit begannen bis hin zur jüngsten Generation polnischer Künstler wie Róża Litwa and Sławomir Pawszak.
Die Arbeiten von Zygmunt Rytka beschreiben in abstrakter Weise einen Widerspruch zwischen Realität und Kunst, Bożenna Biskupska und Sławomir Pawszak nähern sich dem Thema aus der Position der Malerei. Biskupska übermalt die Oberfläche von Gemälden mit einer Textur aus Öl, die in ihrem chemischen Prozess die darunterliegenden Schichten zersetzt und verwischt. Róża Litwa dagegen spielt in ihren minimalistischen Arbeiten mit der Transparenz der weißen Oberfläche von Papier, dass sie von beiden Seiten bemalt und bearbeitet.
Zur Eröffnung am 11. November wird die Arbeit von Łukasz Głowacki in einer Performance entstehen. Anschließend erwartet die Besucher ein Jazz Konzert von Andrzej Rzymkowski.
"Meta White" ist eine Co-produktion des Freien Museum Berlin und der Warschauer Stiftung In Situ – Modern Art Foundation und Teil des Kulturprogramms der EU Ratspräsidentschaft Polens.
Künstler: Bożenna Biskupska, Jakub Ciężki, Łukasz Głowacki, Miho Iwata, Koji Kamoji, Róża Litwa, Sławomir Marzec, Roman Opałka, Sławomir Pawszak, Joanna Polak, Zygmunt Rytka, Mikolaj Smoczyński, Roland Schefferski, Urszula Ślusarczyk, Zbigniew Warpechowski, Noah Warsaw, Edyta Wolska.